Quelle des Lebens
Der Weg zu Gott - glauben, hoffen, lieben

Der Steuereintreiber

Matthäus hatte einen Beruf, den seine Landsleute ablehnten, nicht weil sie diesen nicht wollten, sondern weil er für die Römer arbeitete, die beim jüdischen Volk als Feinde galten. Er wurde von allen abgelehnt, auch von seiner Familie, und wäre das nicht genug, auch ausgegrenzt. Doch Jesus sah in ihm etwas Besonderes, daher wurde er von ihm auch als Apostel auserkoren. Das konnten und wollten die anderen Apostel nicht verstehen, aus diesem Grund gab es auch innerhalb der Auserwählten Probleme. Was wollte Jesus damit bezwecken? Nun, er leitete die Nächstenliebe ein, indem er ihnen zeigte, dass sie nicht besser sind als Matthäus. Dass man ihn respektieren und auch achten müsse. Denn ihm ging es nicht darum, welche Tätigkeit er ausführte, sondern ob er reinen Herzens an Gott glaube, was Matthäus auch tat. Jesus zeigte allen Menschen damals wie heute auf, dass wir nicht nach dem äußeren Anschein gehen sollen, sondern unsere Mitmenschen mit Liebe begegnen sollen. 

Er schrieb das Matthäus-Evangelium unglaublich akribisch und mit einer großen Leidenschaft. Zunächst befasste er sich mit der Abstammung Jesu und der Geburt. Dann, wie Jesus seinen Dienst beginnt und seine Botschaften den Menschen nahebrachte. Hierfür suchte er sich seine Jünger aus, die mithalfen, seinen Predigten Gehör zu verschaffen. In diesem Zusammenhang erwähnt er die Bergpredigt, die die Seligspeisungen enthält, in der Jesus Folgendes sagt: 


"Gott segnet die ….

- die erkennen, dass sie ihn brauchen, denn ihnen wird das Himmelreich geschenkt.

- die traurig sind, denn sie werden getröstet.

- die Freundlichen und Bescheidenen, denn ihnen wird die ganze Erde gehören.

- die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie werden sie in Überfluss erhalten.

- die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erfahren.

- die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott sehen.

- die sich um Frieden bemühen, denn sie werden Gottes Kinder genannt werden.

- die deswegen verfolgt werden, weil sie in Gottes Gerechtigkeit leben, denn das Himmelsreich  wird ihnen gehören.

- die euch verspotten, verfolgen und wenn Lügen über euch verbreitet werden, weil ihr mir nachfolgt. Freut euch darüber! Jubelt! Denn im Himmel erwartet euch eine große Belohnung" (vgl. Matthäus 5, 3-11). 


Die Bergpredigt ist wie eine Landkarte, wie wir Gott finden können, wenn wir es wollen. Jesus tat auch viele Wunder, wie Blinde sehend zu machen, Stumme redend zu machen oder Tote auferwecken. Denn in all diesen Wundern soll die Herrlichkeit Gottes offenbart werden. Oder er erzählte den Menschen Geschichten in Gleichnissen. Warum tat er es? Damit die Menschen darüber nachdenken sollten, wie sich Gottes Wirken vollzieht.


Jesus erzählt das Gleichnis von den vier Ackerböden:

"Ein Bauer ging aufs Feld, um zu säen. Als er die Saat über das Feld ausstreute, fielen einige Körner auf einen Weg, und die Vögel kamen und pickten sie auf. Andere Körner fielen auf eine dünne Erdschicht mit felsigem Untergrund. Die Saat ging schnell auf, aber schon bald vertrockneten die Pflänzchen unter der heißen Sonne, weil die Wurzeln in der dünnen Erdschicht keine Nahrung fanden. Andere Samenkörner fielen in die Dornen, die schnell wuchsen und die zarten Pflänzchen erstickten. Einige Samen aber fielen auf fruchtbaren Boden, und der Bauer erntete dreißig, sechzig, ja hundert Mal so viel, wie er gesät hatte" (Matthäus 13, 3-8).


Die Auflösung des Gleichnisses: 

Die Saat auf dem Weg steht für die Menschen, die die Botschaft vom Reich Gottes hören, aber nicht verstehen. Dann kommt der Teufel und reißt ihnen die Saat aus dem Herzen. Der felsige Boden steht für jene Menschen, die die Botschaft hören und sie freudig annehmen. Wenn Schwierigkeiten auftauchen oder sie wegen ihres Glaubens verfolgt werden, verdorren sie. Die Dornen stehen für die Menschen, die das Wort Gottes hören und annehmen. Doch wenn alltägliche Sorgen auftreten oder die Verlockungen des Reichtums wichtiger werden, bleibt die Ernte aus. Der gute Boden ist für die Menschen, die von Herzen Gottes Botschaft annehmen und so eine große Ernte einfahren, die ein Vielfaches sein kann. Das bedeutet, sie nehmen die Nächstenliebe von Jesus Christus sehr ernst.