Der Fischer
Johannes' Familie und deren Freunde waren Fischer, sie verdienten so ihren Lebensunterhalt. Die Fischerei war in der Zeit, als die römische Herrschaft ihren Höhepunkt erreichte, sehr schwer. Die Israeliten mussten an die Römer Steuern zahlen. Eines Tages fuhr Johannes mit seinem Bruder und Freunden hinaus auf die See, um Fische zu fangen. Doch sie gingen leer aus, und so wollten sie es am nächsten Tag erneut versuchen. Doch am Seeufer sahen sie einen Prediger, der Menschen lehrte. Je näher sie ankamen, sprach er sie an und bat sie, in sein Schiff zu steigen, damit die Menschen ihn besser hören konnten. Sie erlaubten es ihm. Als er den Menschen alles gesagt hatte, fragte er sie nach ihrem Fang, doch sie erzählten ihm, dass sie nichts gefangen hatten. Johannes, der auch ein Jünger von Johannes dem Täufer war, sagte seinem Bruder, wer Jesus war, nämlich der Messias. Doch die Anwesenden wollten davon nichts hören. Jesus bat sie nochmals, mit dem Boot hinauszufahren. Sie taten es ihm zuliebe. Als sie in der Mitte des Sees waren, meinte er, sie sollten die Netze auswerfen, was sie auch taten. Als sie nach kurzer Zeit die Netze einholten, konnten sie ihren Augen nicht trauen, denn das Netz war voller Fische. Nunmehr wussten Johannes, sein Bruder und die Freunde, dass Jesus der Messias war. Jesus forderte sie auf, mit ihm zu kommen, denn er wollte sie zu Menschenfischern ausbilden, was sie von Herzen taten. Nunmehr wurde Johannes ein Jünger von Jesus, der dann in weiterer Folge als Apostel tätig war.
Johannes liebte Jesus von ganzem Herzen, denn das Johannes-Evangelium ist mit einer unglaublichen Liebe geschrieben. Er fing an mit den Worten: Gott wurde zum Menschen, indem er ihn als Wort bezeichnet. So schreibt er:
"Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott und das Wort ist Gott. Er war am Anfang bei Gott. Durch ihn wurde alles geschaffen, was ist. Es gibt nichts, was er, das Wort, nicht geschaffen hat. Das Leben selbst war in ihm, und dieses Leben schenkt allen Menschen Licht. Das Licht scheint in der Dunkelheit, und die Dunkelheit konnte es nicht auslöschen" (Johannes 1, 1-5).
Was für eine Aussage, wird sich mancher fragen. Johannes bestätigt darin, dass das, was Jesus sie lehrte, untrennbar damit verbunden ist, wer er ist. Johannes zeigt auf, dass Jesus zum Menschen wurde, aber zugleich auch Gott ist. Zudem weist er darauf hin, dass, obwohl Gott zum Menschen wurde, er nie aufhörte, der ewige Gott zu sein, der immer existierte. Außerdem ist er der Schöpfer und Erhalter aller Dinge und die Quelle des ewigen Lebens. Somit beschreibt er Gott als Vater, als Sohn und als Heiliger Geist - der dreieinige Gott.