Jesus Christus - Gottes Sohn
Wenn man sich den Hebräerbrief von Paulus verinnerlicht, dann wird Jesus als Gottes Sohn beschrieben, als ein Ebenbild Gottes. Jesus wurde viele Male im Alten Testament angekündigt durch die Propheten. Als die römische Herrschaft ihren Höhepunkt erreichte, wurde Jesus geboren. Er leitete in dieser Zeit die Gnadenzeit ein. Gott hat durch seinen eigenen Sohn zu den Menschen gesprochen und dieses Versprechen gilt auch heute für uns alle. Jesus ist der von Gott bestimmte Erbe, er hat für ihn die ganze Welt erschaffen.
In ihn sehen wir das vollkommene Abbild, in dem sich Gottes Herrlichkeit widerspiegelt. Durch die ganze Kraft seines Wortes trägt er das ganze Universum. Denn nicht umsonst wird er der Schöpfer des Himmels und der Erde genannt. Jesus, das übersetzt heißt "der Herr rettet", hat sich selbst geopfert, um uns Menschen von den Sünden zu reinigen. Gott hat ihm den Ehrenplatz im Himmel gegeben, den Platz an der rechten Seite Gottes, des Allmächtigen.
Außerdem steht Jesus über den Engeln, denn nur zu ihm sagte Gott: "Du bist mein Sohn. Heute habe ich dich gezeugt" oder "Ich werde sein Vater sein und er wird mein Sohn sein" (Hebräer 1, 5). Weiters heißt es: Alle Engel Gottes sollen sich vor ihm niederwerfen und ihn anbeten. Somit werden die Engel als Diener bezeichnet. Zum Sohn Gottes wird auch gesagt: "Dein Thron, o Gott, steht für immer und ewig. Die Herrschaft deines Reiches ist eine gerechte Herrschaft" (vgl. Hebräer 1, 8). Denn er liebt das Recht und hasst alles, was Unrecht ist.
Das Evangelium gibt uns einen Einblick darüber, dass wir es ernst nehmen sollen, weil es die gegenwärtige und zukünftige Herrschaft des Sohnes in den Mittelpunkt rückt. Hierbei wird der Menschensohn erwähnt, aber auch die Menschen selbst, die Gott liebt. Obwohl Gottes Sohn, als er auf der Welt war, geringer gestellt wurde als die Engel, wurde er dann, als er in den Himmel zurückkehrte, mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt.
Gott ist der Ursprung allen Lebens. Sein Ziel ist es, dass viele seiner Söhne und Töchter an der Herrlichkeit teilhaben. Damit es aber verwirklicht wurde, war es notwendig, dass der Wegbereiter - Jesus Christus - als unser Retter durch Leiden und Sterben es zur Verkommenheit führte. Nunmehr können wir uns als seine Geschwister bezeichnen. Denn in Hebräer 2, 13 heißt es: "Hier bin ich, zusammen mit den Kindern, die Gott mir gegeben hat". Da wir Menschen aus Fleisch und Blut bestehen, ist auch ER ein Mensch aus Fleisch und Blut geworden. So konnte er durch seinen Tod den Teufel entmachten. Denn zuvor lebten die Menschen in ständiger Angst vor dem Tod, nunmehr konnten sie sich davon befreien.
Paulus verdeutlicht uns, das wir die Aufmerksamkeit auf Jesus richten sollen, denn er ist der wahre Hohepriester und der Vermittler zwischen Gott und den Menschen.