Maria aus Magdala, eine Jüngerin Jesu
Sie wuchs als Kind bei ihrem Vater behutsam auf. Doch als sie erwachsen wurde, hatte sie viele Probleme zu bewältigen. Maria kam leider auch mit viel Gewalt in Berührung und war in dieser Zeit nicht nur eine verlorene Frau, sondern von der Gesellschaft eine Ausgestoßene. Demzufolge musste sie mit vielen Widrigkeiten, die ihr widerfuhren, leben. Um diese schrecklichen Geschehnisse zu vergessen, nahm sie berauschende Getränke zu sich. Aufgrund dessen konnte sie keine klaren Gedanken fassen, wodurch Dämonen von ihr Besitz ergriffen. Denn in dieser Zeit gab es unter den Menschen viel Gewalt. Ein Menschenleben hatte keinen Wert. Zudem trug die römische Herrschaft auch gewaltig dazu bei. Somit waren vor allem Frauen in der Gesellschaft verlorene Schafe. Eines Tages kam sie mit Jesus in Berührung, der Mitleid mit ihr hatte und sie von den sieben Dämonen befreite. Maria wurde neugeboren, ihr altes Leben hatte sie zurückgelassen, und so folgte sie Jesus nach. Trotz aller Widerstände von den führenden Juden war sie bis zum Ableben mit Jesus Christus verbunden. Sie half Jesus Christus und ihren Mitbrüdern, die Botschaft Gottes den Menschen nahe zu bringen. Maria war auch die Frau, der sich der auferstandene Christus zu erkennen gab. Sie verstand Jesu Botschaft an die Menschen, dass keiner mehr wert ist. Dass der Mann als auch die Frau Gottes Geschöpfe, also sein Ebenbild, sind, und dass deshalb Gott auch keinen Unterschied macht. Für ihn ist es wichtig, dass Menschen glauben und reinen Herzens sind.
Eines Tages wollte Maria das Grab von Jesus besuchen. Wie sie dort ankam, sah sie, dass dieses offen ist. Sie schaute hinein und sah, dass der Leichnam nicht mehr da war. Dann sah sie zwei Engel, die sie fragten, wen sie suche. Maria weinte, und als sie angesprochen wurde, warum sie weint, meinte sie, "weil sie meinen Herrn weggenommen haben" (Johannes 20, 13). Doch dann bemerkte sie, dass jemand hinter ihr stand. Es war Jesus, doch sie erkannte ihn nicht. Erst als er ihr sagte "Maria" (20, 19), da wusste sie, dass es der Herr war. Somit war es Maria, der er als Erster erschien, und nicht den Aposteln.
Auch in diesem Zusammenhang zeigt Jesus auf, dass es nicht relevant ist, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handle. Das sollte jeden zum Nachdenken anregen.