Quelle des Lebens
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Maria, die an Jesus Gutes tat

Maria war eine besondere Gastgeberin in jener Zeit, als Jesus, Gottes Sohn, auf der Erde wandelte. Denn Jesus war in ihrem Haus häufig zu Gast. Für sie war es wichtig, den Gast, der zu Besuch kam, als ganzen Menschen Beachtung zu schenken und nicht nur für das leibliche Wohl zu sorgen. Denn Jesus sagte, dass der Mensch nicht nur von Brot lebe, sondern auch von Gottes Wort, und das nahm Maria zum Anlass, ihn als Person sehr ernst zu nehmen. Sie unterhielt sich lieber mit dem Menschen, als nur zu kochen. Denn die Worte von Jesus waren ihr wichtiger, als nur für die Sauberkeit des Hauses zu sorgen oder dass das Essen pünktlich am Tisch stand. Dieses Verhalten gefiel Jesus sehr. Das bedeutet aber nicht, dass man das zu Hause nicht sauber halten sollte, sondern es geht viel mehr darum, welche Prioritäten man setzt. Als Gastgeber oder Gastgeberin sollte der Gast die Aufmerksamkeit bekommen, indem wir ihr oder ihm zuhören, was sie oder er uns mitzuteilen hat, denn vielleicht können wir mehr daraus lernen, als gedacht. Zurück zu Maria: Sie schenkte dem Zuhören große Bedeutung, weil sie daraus für ihr Leben etwas mitnehmen konnte. Eines Tages kam Jesus wieder zu Besuch und Maria setzte sich zu ihm und lauschte. Maria war jene Frau, die ihn mit dem kostbaren Nardenöl salbte, weil Jesus ihren verstorbenen Bruder Lazarus zum Leben auferweckte. Aufgrund des Zuhörens verstand sie auch, was mit Jesus passieren würde, und deshalb wollte sie ihm eine solche Geste schenken. Sie salbte somit seinen Körper für sein Begräbnis. Maria lernte somit zuzuhören und wann es Zeit ist, zu handeln. Jesus dankte ihr und war zugleich berührt. Er sagte::


 „Sie hat dieses Parfümöl über mir ausgegossen, um meinen Körper zum Begräbnis vorzubereiten; ich versichere euch: Überall auf der Welt, wo man die gute Botschaft verbreiten wird, wird man davon sprechen, was diese Frau getan hat““ (Matthäus 26, 12-13).

Was können wir daraus für unser Leben mitnehmen? Und zwar, Menschen, die unser Haus besuchen, mit Freude aufzunehmen, ihnen zuzuhören, was sie uns zu sagen haben. Das bedeutet, dass wir sie wertschätzen und achten. Denn wenn wir nur über uns selbst sprechen, dann sieht es so aus, dass wir die Person, die bei uns zu Gast ist, nicht ernst nehmen. Paulus sagt uns in Epheser 4, 2-3 folgendes:: "Seid demütig und freundlich im Umgang miteinander. Seid im Geist eins. Ertragt einander in voller Liebe und habt untereinander Frieden".